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Information

Freiwillige Steuer-Rückerstattung bei Wasser-Hausanschlüssen durch geänderten Umsatzsteuersatz

Das Bundesfinanzministerium hatte im Jahr 2000 verfügt, dass das Legen von Wasser-Hausanschlüssen als eigenständige Leistung zu betrachten ist und deshalb eine Besteuerung mit dem vollen Umsatzsteuersatz (vormals 16, derzeit 19 Prozent) vorzunehmen ist.
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03.12.2009

Größtes deutsches Stadtwerke-Netzwerk startet

Bundeskartellamt gibt den Verkauf der E.ON Tochter Thüga an Stadtwerke-Konsortium frei

Der Kauf der Thüga AG von der E.ON AG durch das kommunale Erwerberkonsortium Integra/KOM9 wurde am 2. Dezember 2009 vollzogen. Die dazugehörigen Verträge sind unterzeichnet, der Kaufpreis ist entrichtet. Die Thüga AG wurde über die Thüga Holding GmbH & Co. KGaA erworben. Nach der Zustimmung aller erforderlichen Gremien auf der Käufer- bzw. Verkäuferseite sowie der Genehmigung durch das Bundeskartellamt wurde der Aufsichtsrat bestellt. In der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrates am 2. Dezember wurde die Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main und Vorsitzende des Aufsichtsrates der Mainova AG Dr. h. c. Petra Roth zur Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Thüga Holding GmbH & Co. KGaA gewählt.

Hintergrund

An der Thüga Holding sind die enercity (Stadtwerke Hannover AG), Mainova AG (Frankfurt) und N-ERGIE Aktiengesellschaft (Nürnberg) mit jeweils rund 20,53 Prozent beteiligt. Die Stadtwerkegruppe „KOM9“ erwarb rund 38,41 Prozent der Stadtwerke-Holding. In der KOM9 haben sich mehr als 45 kommunale Versorgungsunternehmen aus ganz Deutschland zusammengeschlossen. Für die Thüga wurde ein Kaufpreis von rund 2,9 Mrd. Euro vereinbart. Die Thüga AG ist mit mehr rund 100 Minderheitsbeteiligungen das größte Netzwerk kommunaler Energieversorger in Deutschland. Die Mehrheitseigentümer sind zumeist die jeweiligen Städte und Gemeinden. Inklusive aller Beteiligungen versorgte die Thüga-Gruppe in 2008 bei einem Absatz von 158 Terrawattstunden (TWh) Gas rund 2,9 Millionen Gaskunden, bei einem Absatz von 38 TWh Strom rund 3,5 Millionen Stromkunden und rund eine Million Kunden mit Trinkwasser.

Stadtwerke Remscheid nutzen strategische Chance

Nun ist es perfekt: Das kommunale Bieterkonsortium KOM9/Integra hat von der E.ON die Thüga erworben. Mit dabei sind auch die Stadtwerke Remscheid und zwar als Partner des Konsortiums KOM9, eines Zusammenschlusses von mehr als 45 Stadtwerken und regionalen Versorgern in kommunaler Trägerschaft aus ganz Deutschland.

„Das neue deutsche Stadtwerke-Netzwerk ist strategisch hoch bedeutsam. Die Stellung der lokalen Energieversorger im Markt wird dadurch gestärkt. Dieser starke kommunale Verbund, der durch die Beteiligungen der Thüga an mehrheitlich lokalen Energieversorgungsunternehmen gebildet wird, wird auch zukünftig erhalten, gestärkt und weiter ausgebaut werden. Der Ausbau von Kooperationsfeldern der Beteiligungsunternehmen mit der Thüga wird die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit bestehender und das Wachstum in neuen Geschäftsfeldern ermöglichen“, kommentiert Prof. Dr. Thomas Hoffmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Remscheid GmbH.

Die Stadtwerke Remscheid sind nunmehr in diesem Kooperationsprojekt und dem deutschlandweit größten Netzwerk kommunaler Energie- und Wasserversorger ein wichtiger Partner. Die neue Thüga bewegt sich annähernd auf Augenhöhe mit den Großkonzernen und sorgt so für mehr Wettbewerb im Energiemarkt. Aufgrund der Zusammenarbeit innerhalb des Netzwerkes wird die Position der Stadtwerke – insbesondere der EWR GmbH – im wachsenden Wettbewerb durch die sich perspektivisch bietenden handfesten Chancen nachhaltig gestärkt.

„Mit diesem einmaligen Netzwerk deutscher Stadtwerke können wir die Marktchancen der lokalen Energiewirtschaft verbessern und mit der Thüga gezielt eine Plattform schaffen, die die Möglichkeit eröffnet, auf allen Wertschöpfungsstufen – von der Erzeugung, der Beschaffung, der Technik, den Querschnittsfunktionen bis zum Vertrieb – zu kooperieren, Synergiepotenziale zu heben sowie Großprojekte umzusetzen. Davon profitieren unsere Kunden in Form langfristiger Versorgungssicherheit, marktfähiger Produkte und Dienstleistungen sowie unsere Mitarbeiter durch Sicherung ihrer Arbeitsplätze. Übergeordnetes Ziel ist die Wahrung der Wertschöpfung vor Ort – dicht am Kunden und damit im besten Sinne des Wortes `nachhaltig und lokal`“, betont Prof. Dr. Thomas Hoffmann.

Stadtwerke Remscheid GmbH

Prof. Dr. Hoffmann

 

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