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Von der "Remscheider Straßenbahn-Aktiengesellschaft" zur EWR GmbH

Stetige Expansion, die Aufnahme und Förderung technischer Innovationen sowie eine kontinuierliche Reaktion auf gewandelte wirtschaftliche oder politische Rahmenbedingungen kennzeichnen den Weg der Stadtwerke Remscheid GmbH bis heute. Eine erste Umstrukturierung erfolgte im Jahr 1908: Die Stadt Remscheid übernahm sämtliche Anteile an der Straßenbahn, das Aktienkapital wurde aufgelöst und das Unternehmen als Teil der städtischen Verwaltung weitergeführt.
"Städtische Werke Remscheid"
Die Gas- und Wasserwerke einerseits und das Elektrizitätswerk sowie die Straßenbahn andererseits wurden zunächst getrennt geführt. Im Jahr 1918 erfolgte der Zusammenschluss aller Betriebsteile zum Unternehmen "Städtische Werke Remscheid". Auch die Stadtbäder sowie das 1912 eröffnete Strandbad im Eschbachtal wurden angegliedert. Die Stadtwerke expandierten nach der kommunalen Neugliederung von 1929 weiter. 1934 wurde das Gaswerk Lüttringhausen übernommen, das seit 1913 an die Bergischen Licht- und Kraftwerke verpachtet worden war.
Die Auswirkungen des 2. Weltkrieges trafen auch die städtische Infrastruktur. Der alliierte Großangriff am 30./31. Juli 1943 hinterließ mehr als 1.000 Tote und 840 Verletzte. Am Ende des Krieges waren ein Drittel aller Wohnungen in Remscheid zerstört, weitere schwer beschädigt. Das Ausmaß der Leitungs- und Kabelschäden war fast unübersehbar.
Aufschwung und Veränderung in der jungen Bundesrepublik
Im Jahr 1950 gelangte das Gas- und Wasserwerk in Lennep, nachdem es rund drei Jahrzehnte an die Stadt Barmen verpachtet war, wieder nach Remscheid zurück. Die Umgründung in den Holdingverband Stadtwerke Remscheid GmbH, Remscheider Versorgungsbetriebe AG und Remscheider Verkehrsbetriebe AG im Jahr 1964 stellte die Weichen für eine erfolgreiche, neu formierte Stadtwerke Remscheid GmbH, bei der die Stadt Remscheid seit 1971 alleinige Anteilseignerin war.
EWR GmbH

Die Auswirkungen eines liberalisierten Energiesektors machten auch vor Remscheids Toren nicht halt. Am 6. November 2001 wurde die EWR GmbH als Tochtergesellschaft der Stadtwerke Remscheid GmbH in das Handelsregister eingetragen. Aufgabe der neuen Gesellschaft ist die Versorgung mit Energie und Trinkwasser. An der EWR GmbH sind die Ruhrgas-Energie-Beteiligungs-AG, ihrerseits eine Tochtergesellschaft der Ruhrgas AG, mit 20 Prozent, die Stadtwerke Remscheid GmbH mit 80 Prozent beteiligt. Bei der Muttergesellschaft Stadtwerke Remscheid GmbH verblieben die Bäder sowie der Verkehrsbetrieb. Ziel der neuen Unternehmensstruktur ist es, die Stadtwerke Remscheid auf einem hart umkämpften Energiemarkt erfolgreich zu positionieren.
Der Name EWR (= Energie und Wasser für Remscheid) ist ein Bekenntnis zu Remscheid und seinen Einwohnern. Vor Jahrzehnten bestand diese Abkürzung schon einmal. Sie bedeutete damals „Elektrizitätswerk Remscheid“ und ist noch auf einigen älteren Trafostationen zu sehen. Ein Kreis hat sich geschlossen.

