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25.06.2010
Helle Ideen für Remscheid

EWR GmbH nimmt letzte Quecksilberdampflampe außer Betrieb
Als die EWR GmbH im Jahr 2001 die Straßenbeleuchtung von der Stadt übernommen hatte, waren damit anspruchsvolle Ziele verbunden. Die Stadt sollte heller, der damals vorhandene Investitionsstau behoben und der Energiebedarf langfristig gesenkt werden. Die EWR GmbH hatte damit mehrere Herausforderungen zu lösen, welche sich zum Teil widersprachen. Nur durch strukturiertes und nachhaltiges Arbeiten an den Themen konnte die Straßenbeleuchtung auf Erfolgskurs gebracht werden.
Ein wichtiges Element zur Energieeinsparung bei der Straßenbeleuchtung ist die Wahl der Lampentechnologie. Wichtige Kriterien sind dabei Lichtausbeute und Langlebigkeit. Seit vielen Jahren wechselt die EWR daher kontinuierlich ineffiziente Systeme aus und ersetzt diese durch moderne energiesparende Alternativen, wie z.B. Natriumdampflampen oder Kompaktleuchtstofflampen. Besonders ineffizient sind die sogenannten Quecksilberdampflampen. Diese dürfen ab 2015 nicht mehr vertrieben werden. Die Quecksilberdampflampen haben nur eine geringe Lichtausbeute. Nach dem Austausch der alten Quecksilberdampflampen durch die neuen und energieeffizienten Leuchtsysteme wurde dadurch in Remscheid eine Verbesserung der Lichtausbeute von 13 % erreicht. Die spezifische Energieeinsparung pro Lampe liegt damit bei über 10 %.
Die veralteten und ineffizienten Quecksilberdampflampen hat die EWR nun komplett aus dem Netz genommen. Heute hat Frau Oberbürgermeisterin Beate Wilding gemeinsam mit dem Geschäftsführer der EWR GmbH, Herrn Prof. Dr. Thomas Hoffmann, symbolhaft die letzte Lampe dieses Typs auswechselt.
Beim Einsatz moderner Leuchtsysteme ist Remscheid jetzt weit vorn. Damit zählt Remscheid zu den ersten Kommunen in Deutschland, welche diesen Schritt geschafft haben. „In anderen Städten werden aktuell zum Teil Millionenbeträge in die Hand genommen, um in einem großen Kraftakt die Quecksilberdampflampen aus dem Netz zu holen, wobei es Netze in Deutschland mit noch bis 80% dieser alten und umweltschädlichen Lampen gibt“, erklärt Frau Oberbürgermeisterin Beate Wilding.
Auch der Aufsichtsratsvorsitzende der EWR GmbH, Herr Manfred Schwick, begrüßt das nachhaltige Handeln der EWR. „Wir freuen uns, wieder einmal hier in Remscheid Maßstäbe in Sachen Energieeffizienz gesetzt zu haben und werden diese Unternehmensstrategie bei der EWR GmbH auch zukünftig unterstützen“, so Manfred Schwick.
Allein in den letzten neun Jahren hat die EWR durch kontinuierliche Investitionsbereitschaft über 3.500 Leuchtensysteme gewechselt, was ca. 34% des ursprünglichen Leuchtenbestandes aus 2001 entspricht. „Damit kommen wir in Remscheid auf eine Erneuerungsrate im Netz von über 3,1 % pro Jahr. Das ist Nachhaltigkeit pur. Der gesamte Strombedarf liegt bei rund 3.930.000 kWh im Jahr, was für eine Stadt unserer Größenordnung sehr niedrig ist. Im direkten Vergleich zwischen Kommunen in NRW haben wir beim Thema Energiekosten einen vorderen Platz belegt. Bezogen auf die 17 Kommunen, die zum Thema Straßenbeleuchtung in einer Studien der Gemeindeprüfungsanstalt NRW 1) untersucht wurden, liegen wir bei den Energiekosten mit ca. 23 % unter dem Durchschnittswert. Das ist ein bedeutender Beitrag zur Ökonomie und zum Umweltschutz“, betont Prof. Dr. Thomas Hoffmann, Geschäftsführer der EWR GmbH.
Unabhängig von Energieeinsparungen stehen der Erhalt und die Pflege des Straßenbeleuchtungsnetzes bzw. der Masten bei der EWR hoch im Kurs. So hat der örtliche Energieversorger in den Jahren seit 2006 über 5.100 Mastanstriche – also Anstriche bei mehr als der Hälfte der Masten in Remscheid – durchgeführt, um die Lebensdauer der Masten spürbar zu erhöhen und nebenbei auch das Erscheinungsbild zu verbessern.
„Die EWR GmbH setzt bereits seit langem auf eine Nachhaltigkeitsstrategie, die auch auf den Einsatz energiesparender Technologien und deren effiziente Nutzung ausgerichtet ist. Der Einsatz der neuen energieeffizienten Beleuchtung in Remscheid ist ein gutes Beispiel hierfür“, ergänzt Prof. Dr. Thomas Hoffmann.
EWR GmbH
Prof. Dr. Hoffmann
1) Quelle: Benchmarkvergleich der Gemeindeprüfungsanstalt Nordrhein-Westfalen aus dem Jahr 2009

