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Bergischer Hausanschluss

Das neue Hausanschlusssystem für Strom, Gas, Wasser und Telekommunikation

Bergisches Haus

Grundlage dieser neuen Konzeption ist die Verlegung der Produktenleitungen für Strom, Gas, Wasser und Telekommunikation in einem Schutzrohrbündel von den Versorgungsleitungen (VL) bis in den Keller des Kunden. Aus diesem Grund beauftragten die Geschäftsführungen / Vorstände der Stadtwerke Hagen AG, Stadtwerke Solingen GmbH, Wuppertaler Stadtwerke AG und der EWR GmbH eine Arbeitsgruppe aus Vertretern dieser Unternehmen, durch "Vereinheitlichung der technischen Komponenten bei Strom-, Gas- und/oder Wasser-Hausanschlussleitungen" Kosteneinsparungen zu ermitteln.

Das größte Problem bestand in der Gestaltung einer geeigneten Mehrsparten-Hauseinführung (MSH). Es konnte auf kein vorhandenes System zurückgegriffen werden. Deshalb wurden vom Arbeitskreis (AK) Anforderungen an das System definiert und den Herstellern von Hauseinführungen mitgeteilt. Bei einer Musterbaustelle in Wuppertal-Bolthausen wurden von 4 Firmen Lösungsmöglichkeiten vorgestellt, die dann nach Vorgaben des AK zur "Serienreife" weiterentwickelt wurden. 

Dieses Verfahren verspricht folgende Vorteile:

  • Reduzierter Bodenaushub im Bereich des Kabel- / Rohrgrabens
  • kein betretbarer Arbeitsraum nach DIN 4124
  • Entfall der Einsandung zwischen Schutzrohrende (bei VL) und der Montagestelle vor der Hauseinführung
  • reduzierte Transport- und Deponiekosten durch weniger überschüssiges Material
  • reduzierte Kosten für Bettungsmaterial
  • weniger Baustellenanfahrten für Tief- und Rohrbau
  • ein Tiefbauunternehmen verlegt das Schutzrohr und baut die MSH ein
  • kürzere Bauzeit auf dem Kundengrundstück, da nach der Schutzrohrverlegung der Kabel- / Rohrgraben verfüllt werden kann
  • Es werden vier Schutzrohre verlegt. Nicht belegte Schutzrohre können zu einem späteren Zeitpunkt für Hausanschlussleitungen genutzt werden. Dazu ist nur eine Montagegrube an der VL notwendig.
  • komplette Auswechslung der Kabel / Rohre bei Schäden / Erneuerungen - nur eine Montagegrube an der VL
  • bei der turnusmäßigen Überwachung der Gasleitungen (Lecksuche), muss die erdverlegte Hausanschlussleitung nicht geprüft werden, da austretendes Gas zur VL geleitet wird
  • geringere Probleme mit einer späteren Oberflächengestaltung (Terrassen, Sträucher, usw.) der Leitungstrasse durch den Kunden

Starttermin: 18.08.1998

Am 18.08.1998 wurde das neue Verfahren erstmals in Remscheid im Neubaugebiet "Tefental" eingesetzt. Die Belegung der Schutzrohre erfolgte mit Leitungen für die Strom-, Gas- und Wasserversorgung. Das vierte Schutzrohr wurde nicht belegt. Bei diesen Baustellen (Tiefbau bauseits) wurden die MSH und die Schutzrohre durch SR-Mitarbeiter verarbeitet. Diese Leistungen sind später durch die Tiefbauunternehmen durchzuführen.
Seit Mitte 1999 wird das vierte Schutzrohr dieses Systems von der Deutschen Telekom AG für den Telefonanschluss genutzt.