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23.04.18

Sanierungsarbeiten an der Eschbachtalsperre

Von 1991 bis 1994 ist die Eschbachtalsperre einer sehr umfangreichen Sa­nierung unterworfen worden, welche primär auf die Standfestigkeit und Ge­brauchsfähigkeit abzielte. Die primären Sanierungsarbeiten wurden daher auf der Wasserseite durchgeführt. Dabei wurde die Staumauer verstärkt, be­kam eine 35 cm dicke Dichtwand aus Beton, einen Kontrollgang an der Was­serseite, eine neue Drainage, eine neue Entnahmeanlage und neue Mess­einrichtungen.

Die EWR GmbH ist als Eigentümer für die Erhaltung der Bausubstanz der Talsperre verantwortlich. Einmal im Jahr wird die Eschbachtalsperre unter­sucht.

Aufgrund von natürlichen Witterungserscheinungen haben sich in letzter Zeit auf der Luftseite Schäden im Mauerwerk aufgezeigt. Fugenmaterial ist an einzelnen Stellen herausgewaschen worden und auch einzelne Steine ha­ben sich aus dem Verbund gelöst. Die EWR hat daher den Zustand der Luft­seite ingenieurtechnisch untersuchen lassen und anschließend den Zustand mit der Talsperrenaufsicht erörtert. Die Bezirksregierung hat der EWR emp­fohlen, einzelne Bereiche der Luftseite mittelfristig einer Sanierung zu unter­ziehen, allerdings nicht die gesamte Luftseite wie an anderen Talsperren.

Im letzten Jahr hat die EWR nach detaillierter Planung und Abstimmung mit den Behörden – u. a. mit dem zuständigen Amt für Denkmalschutz – die Maßnahme ausgeschrieben und die Arbeiten an einen Anbieter vergeben. Die Talsperre wird nicht, wie sonst üblich, mit einem Gerüst versehen, son­dern die notwendigen Arbeiten werden durch den Einsatz von Hubsteigern durchführt.

Im ersten Schritt sollen auf einer Fläche von etwa 400 m² die Fugen des Bruchsteinmauerwerks mittels Stemmhammer freigelegt werden. Danach werden alle Steine in diesem Bereich durch Abklopfen auf ihren Zustand un­tersucht und schadhafte Bruchsteine ausgetauscht. Im nächsten Arbeits­schritt erfolgt dann die Neuverfugung der Steine mit Spritzmörtel. Nach der Spritzverfugung muss die betroffene Fläche im letzten Schritt noch durch Feststoffstrahlverfahren gereinigt werden. Die gesamte Sanierungsmaß­nahme wird im Zeitraum zwischen April und September dieses Jahres erfol­gen.

Der Fußweg über die Talsperrenmauer ist von der Sanierungsmaßnahme nicht betroffen, so dass Spaziergänger ohne Einschränkungen den Wander­weg rund um die Eschbachtalsperre genießen können.

EWR GmbH

Prof. Dr. Hoffmann